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Außergewöhnliche Familienkorrespondenz von Malerfürst Andreas Achenbach

Liebesbriefe von Andreas Achenbach in der Auktion

Heute als führende Künstlerpersönlichkeit der „Düsseldorfer Malerschule“ bekannt, begann Andreas Achenbach (*29. September 1815 in Kassel) seine akademische Kunstausbildung schon sehr früh. Mit zwölf Jahren soll er bereits an der Kunstakademie Düsseldorf aktiv gewesen sein. Bereits zwei Jahre später verkaufte er auf einer Ausstellung des Kunstvereins für Rheinlande und Westfalen eins seiner Gemälde, sein erster großer Erfolg. Der Durchbruch folgte 1836 mit dem Bild „Große Marine mit Leuchtturm“ auf der „Allgemeinen deutschen Kunstausstellung“ in Köln.

Malerfürst und Revolutionär Achenbach gehörte im Jahr 1848 zu den Begründern des Künstlervereins Malkasten und wurde am 24. Januar 1881 in den preußischen Orden Pour le Merite für Wissenschaft und Künste aufgenommen. Etwa vier Jahre später erhielt er die Ehrenbürgerschaft in Düsseldorf.

Lesen Sie hier auch den Artikel im Düsseldorfer Express vom 17. Juni 2024.

Lose 5514 & 5515

In der 181. Felzmann Auktion wird eine umfangreiche Korrespondenz aus altem Familienbesitz angeboten, ein einmaliger Fund und äußerst interessant für Museen wie auch private Kunstenthusiasten. Die Korrespondenz beinhaltet 136 Liebesbriefe (ab Nov. 1846) an Louise Lichtschlag – seine spätere Ehefrau, die er am 12. August 1848 in Elberfeld heiratete. Außerdem 24 Briefe von Louise Lichtschlag an Andreas Achenbach aus 1848, 7 weitere Briefe an sie aus ihrem persönlichen Umfeld. Diese ausführlichen Briefe umfassen in der Mehrzahl mehrere Seiten. Des Weiteren befinden sich in dieser außergewöhnlichen Sammlung ein dreiseitiges Verlobungs-Protokoll vom 29. November 1846, eine Nota vom 11. Juli 1848 über zwei goldene Trauringe, ein Brief von Achenbachs Mutter Christina Achenbach an ihren Sohn, sowie ein Brief und eine Rechnung vom 24. Januar 1882 an Frau Prof. A. Achenbach.

Separat angeboten wird ein kleines Skizzenbuch (11x18cm) des Landschaftsmalers mit 70 teils sehr aufwändigen, filigranen Zeichnungen von einer Reise nach England (1842), überwiegend von der „Isle of Wright“, authentisches und sehr seltenes Kleinod, dazu alter Stadtplan von Amsterdam gefaltet, rückseitig Bleistiftskizze und Notizen.

Top-Ergebnisse für die Achenbach-Schätze

In der 181. Auktion zogen sowohl die Briefe, als auch das Skizzenbuch einige Aufmerksamkeit auf sich. Zunächst wurde die umfangreiche Brief-Sammlung einem Online-Bieter für 17.000 Euro zugeschlagen. Auch für das Skizzenbuch fanden sich gleich mehrere Interessenten online ein und steigerten das beliebte Stück bis zu einem Zuschlag von 5.000 Euro.

Wir gratulieren den erfolgreichen Bietern und bedanken uns für die Teilnahme an der Auktion!

Video zur Versteigerung

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