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„Briefgesichter“- Sammlung von C. Geissler

Der Inhalt postalischer Belege ist es, der Claus Geissler seit jeher am meisten interessiert. Er setzt sich mit dem Absendenden, dem Adressaten und dem geschichtlichen Hintergrund der Postbelege auseinander. Aus seiner Leidenschaft für historisch orientierte Philatelie entstanden mehrere international ausgezeichnete Sammlungen. Zudem schrieb er Bücher wie u.a. „Deckname U200“ zum Thema der Tauchboot-Post und „Das System des Terrors“.

Letzteres thematisiert die Situation in den Zwangslagern im nationalsozialistischen Deutschland und in den von Deutschland okkupierten Ländern anhand post- und zeitgeschichtlicher Belege. Dieses Buch entstand in Zusammenarbeit mit unserem Auktionshaus, nachdem Ulrich Felzmann bei der Multilateralen Briefmarkenausstellung „Hertogpost 2017“ auf die außergewöhnliche Sammlung aufmerksam geworden war. Seitdem steht das Auktionshaus Felzmann mit dem Sammler in regem Kontakt.

Eine Sammlung zum Verlauf der Postgeschichte

Die in der 178. Felzmann-Auktion über den Hauptkatalog, den Autographen-Katalog und Aero-Philatelie-Katalog verteilte Sammlung „Briefgesichter“ hat Claus Geissler nach „Tauchbootpost“ und „System des Terrors“ als sein drittes großes, vermutlich umfassendstes philatelistisches Projekt aufgebaut.

Ziel war es, mit jeweils einzigartigen Briefen die Postgeschichte seit ihren frühen Anfängen zu dokumentieren. Der Bogen spannt sich von fast 800 Jahre alten Belegen bis zu nur wenige Jahre alten Besonderheiten. Beispielhaft sollen hier z.B. die Zinkkugelpost der Pariser Belagerung genannt werden oder ein Brief mit der Propagandafälschung der „Frank-Marke“ im besetzten Polen, der seinerzeit unter Todesgefahr hergestellt wurde. Geschichtlich beeindruckend ist aber z.B. auch ein geretteter Brief vom Hindenburg-Unglück. Fast langweilig dagegen, aber wunderschön ein „Schwarzer Einser“ auf Brief und ein „Sachsendreier“ auf Drucksache.

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