3. Südamerikafahrt 1932
See-Telegramm von der SS „Cap Arkona“ zum Luftschiff LZ 127
Unter den faszinierendsten Belegen der Zeppelinpost nehmen sogenannte „Ozeanbriefe“ oder „See-Telegramme“ eine ganz besondere Stellung ein. Das in der kommenden Frühjahrsauktion im Auktionshaus Felzmann angebotene Los 704 dokumentiert auf eindrucksvolle Weise die technische und postalische Innovation der frühen 1930er-Jahre und verbindet auf einzigartige Weise Schiffs- und Luftpost.
Im Mittelpunkt steht ein Beleg der 3. Südamerikafahrt 1932 des Luftschiffes LZ 127 Graf Zeppelin. Während der Rückfahrt von Südamerika nach Europa passierte das Luftschiff am 23. April 1932 im Südatlantik das Passagierschiff SS Cap Arkona. Ein Passagier dieses Schiffes nutzte die seltene Gelegenheit zu einer besonders schnellen Postbeförderung nach Deutschland.
Die Nachricht wurde auf der Cap Arkona verfasst und per Funk an das vorbeifahrende Luftschiff übermittelt. An Bord des Zeppelins nahm der Funker die Botschaft entgegen und tippte sie auf Bordpapier mit der Schreibmaschine ab. Damit entstand ein typisches See-Telegramm: ein postalisches Dokument, das nicht physisch übergeben, sondern zunächst drahtlos übertragen und erst anschließend an Bord des Luftschiffes verschriftlicht wurde.
Nach der Landung des Luftschiffes in Friedrichshafen am 27. April 1932 wurde der Brief regulär in den Postlauf gegeben und über Frankfurt am Main an den Empfänger in Diez weitergeleitet.
Die Nachricht wurde auf der Cap Arkona verfasst und per Funk an das vorbeifahrende Luftschiff übermittelt. An Bord des Zeppelins nahm der Funker die Botschaft entgegen und tippte sie auf Bordpapier mit der Schreibmaschine ab. Damit entstand ein typisches See-Telegramm: ein postalisches Dokument, das nicht physisch übergeben, sondern zunächst drahtlos übertragen und erst anschließend an Bord des Luftschiffes verschriftlicht wurde.
Nach der Landung des Luftschiffes in Friedrichshafen am 27. April 1932 wurde der Brief regulär in den Postlauf gegeben und über Frankfurt am Main an den Empfänger in Diez weitergeleitet.
Besonders reizvoll ist, dass Umschlag und Inhalt vollständig erhalten sind. Der Umschlag trägt den handschriftlichen Vermerk „Ozeanbrief“, während der Text selbst einen direkten Hinweis auf die außergewöhnliche Beförderung enthält: Grüße des Passagiers werden „… via heimfahrenden Zeppelin“ übermittelt. Gleichzeitig berichtet der Schreiber über die Ankunft des Schiffes in Rio de Janeiro, die zwei Tage später erwartet wird – ein charmantes zeitgeschichtliches Detail, das den authentischen Charakter dieser Nachricht unterstreicht.
Solche Ozeanbriefe zählen zu den seltensten Formen der Zeppelinpost, da sie nur unter besonderen Umständen entstehen konnten: Ein Schiff musste sich zufällig auf der Route des Luftschiffes befinden, Funkkontakt herstellen und die Nachricht rechtzeitig übertragen. Nur wenige dieser Ensembles sind vollständig mit Originaltext erhalten.
Das hier angebotene Stück überzeugt durch seine außergewöhnliche posthistorische Aussagekraft, die komplette Erhaltung sowie die klare Dokumentation des Transportweges. Ein eindrucksvolles Zeugnis der interkontinentalen Kommunikation in der Pionierzeit der Luftpost und eine große Seltenheit innerhalb der Zeppelin-Philatelie.
Dieser besondere Belegt startet in der 186. Felzmann Auktion mit der Losnummer 704 einem Ausruf von 4.000 Euro. Die Versteigerung findet am 26. März 2026 statt.
Neuss, den 11.03.2026